[ZOOM] Pop für die Großregion

Dieser Artikel wurde für die luxemburgische Tageszeitung “Lëtzebuerger Journal” geschrieben. Die Rubrik “ZOOM” greift junge, alternative und unternehmerische Themen auf und bringt sie den Lesern näher. (Text in veränderter Form im Print)

“Let it go”. So lautet die neue Single von “Bye Bye Bay”, dem neuen Projekt des Sängers Pierre Bihl. Der aus Sarreguemines stammende Franzose ist seit 10 Jahren musikalisch in Luxemburg aktiv, und ist ständig bereit sich neu zu erfinden.

Als Pierre mit neun Jahren ein Instrument erlernen wollte, liebäugelte er zunächst das Schlagzeug. Sein Musiklehrer sah das allerdings anders: Er solle sich doch zuerst mit Melodien vertraut machen, und das Klavier erlernen. Nachdem er dies weitgehend beherrschte, wagte er sich an die Gitarre, obwohl auch diese Entscheidung weitestgehend unter zufällige Umstände fiel: Sein linkshändiger Bruder hatte sich aus Irrtum eine Gitarre für Rechtshänder gekauft, und Pierre übernahm das Musikstück aus rein pragmatischen Gründen. Aus dieser Mixtur aus melodischen Instrumenten und dem späteren Erlernen des Schlagzeugs kam das Begehren sich komplett der Musik zu widmen. Nach seinem Abschluss in Betriebswirtschaft im Bereich Musik, entschied Pierre Bihl sich für ein Praktikum in einem Musikladen in Sandweiler: “Die Möglichkeit direkt mit den Instrumenten und Kunden zu arbeiten fand ich damals schon super. Das hat auch dazu beigetragen dass ich Großherzogtum hängen geblieben bin.”

In der Musikszene könnte man allgemein in Luxemburg viel mehr machen als anderswo in der Gegend, so Pierre. “Die Luxemburger gehen zu Konzerten und haben auch keine Angst davor sich etwas neues anzuhören.” Als (noch!) unbekannter Künstler kommt einem das natürlich zugute. Dazu käme dass Luxemburg die richtige Infrastruktur hätte: “Allein schon wenn man sich die Rockhal in Esch/Alzette anschaut: Die Mischung aus alt und neu, die so besonders stilistisch verbunden sind, da sagen sogar etablierte Bands aus den Staaten dass sie es außergewöhnlich finden!”

Nachdem Pierre im Großherzogtum eine Stelle gefunden hatte, entschied er sich mit einem langjährigen Freund, eine neue Band zu gründen, um den Pop-Rock-Sound zu erforschen. “Open Seas” lieferte eine Pop-Rock-Musik Mischung mit Mitsing-Melodien und rockigen Gitarren. Die Band spielte mehrmals akustisch. Damals war Pierre der Schlagzeugspieler. Heute ist er selbst Frontsänger.

Mit “Bye Bye Bay” inspiriert der 29-jährige sich an Singer-Songwritern wie dem Amerikaner Jason Mraz. Der klassische Pop-Style ist mitsingbar und auf jeden Fall radiotauglich. “Manchmal melden sich Freunde bei mir dass sie mich auf luxemburgischen Radiosendern gehört haben. Als Musiker macht einen das natürlich richtig stolz!”, so Pierre Bihl. Die ersten Lieder dieses neuen Projektes sind bereits veröffentlicht, darunter auch das Musikvideo für die Single “Never Leave Your Road”, das im Juni letzten Jahres erschien. “Ein Freund von mir arbeitet in der Videoproduktion, deshalb wurde es auch in guter Qualität produziert. Die ganze Aufnahme haben wir in einem Tag in Straßburg gemacht!” Als Vorgruppe konnte Pierre Bihl bereits vor dem bekannten französischen Reggae-Sänger Naâman in der Kulturfabrik in Esch/Alzette auftreten.

Auf lange Sicht ist das Ziel für Pierre Bihl über die Großregion hinaus zu schauen: “Wenn ich auf “Tour” bin dann geht es meistens in die Gegend, zum Beispiel nach Nancy, Arlon oder eben verschiedene Orte in Luxemburg. Ich mag es sehr hier, doch irgendwann will ich eine große Europatournee machen!”

Am 15. März wird “Bye Bye Bay” in der “Schräinerei” in Differdingen ihre neue EP mit der Single “Let it Go” vorstellen. Der Eintritt ist kostenlos und beginnt um 20 Uhr. Wer mehr über “Bye Bye Bay” erfahren will, der findet alles auf der Internetseite www.byebyebaymusic.com oder auf Facebook, Instagram oder SoundCloud.

About Bill Wirtz

My name is Bill, I'm from Luxembourg and I write about the virtues of a free society. I favour individual and economic freedom and I believe in the capabilities people can develop when they have to take their own responsibilities.

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