[ZOOM] Farbenfroh und fantasievoll

Dieser Artikel wurde für die luxemburgische Tageszeitung “Lëtzebuerger Journal” geschrieben. Die Rubrik “ZOOM” greift junge, alternative und unternehmerische Themen auf und bringt sie den Lesern näher. (Text in veränderter Form im Print)

Sehr ruhig ist das Atelier von Florence Giorgetti, in dem sie sich ihren Bildern widmet. Obwohl alle Materialien, wie Farben, Maltücher, Staffeleien, Pinsel, usw. hier zu finden sind, fällt die 18-jährige aber besonders durch ihre Ordnung auf. Florence sortiert und dokumentiert ihre Bilder in Ordnern, räumt das Atelier auf, arbeitet sogar nach Zeitplan und tut sich nicht schwer früh aufzustehen. In dieser Hinsicht erfüllt die sie nicht alle Vorurteile die man gegenüber Künstler haben könnte, und doch ist ihre Begeisterung für ihr Hobby vergleichbar mit dem von anderen Malern.

Die Faszination für die Kunst kommt gewohnt früh im Leben, und so auch für Florence. Ihre Großmutter malte bereits, weshalb sie davon ausgeht dass es doch schon etwas in der Familie liegt. Ihre Eltern sind Ingenieure die unter anderem im Bereich der Renovierung von historischen Gebäuden, darunter Kirchen, spezialisiert sind. Dass zwischen beiden Bereichen, Ingenieur und Künstler, Welten liegen würden sieht Florence Giorgetti nicht so: “In allem liegt irgendwo Kunst.”

Im Alter von 12 Jahren malte sie vor allem Pferde. Aus dieser ungebrochenen Liebe für die Tiere wurde eine regelmäßige Vorliebe dafür Tiere zu malen. Elefanten, Tiger, Schmetterlinge, aber auch Fabelwesen wie Drachen füllen die Skizzen und Ideenbücher der jungen Malerin. Beim Eintritt ins Atelier, dass ihre Eltern für sie eingerichtet haben, grüßen einen zwei Elefanten: Ein Auftrag für Freunde der Familie. “Bisher haben mich nur Bekannte gefragt etwas für sie zu malen. Ich könnte natürlich mehr Aufträge malen, aber es kommt natürlich auf meine Zeit an. Ich bin ja jetzt auf der Première”, sagt die Schülerin. Momentan absolviert sie ihren Sekundarschulabschluss im Lycée Aline Mayrisch in Luxemburg-Stadt. Die Schülerin der Kunstsektion “E” sagt mit einem Lachen: “Meine Lehrer sind auf jeden Fall zufrieden mit meiner Arbeit.” Nach dem Lyzeum würde sich auf jeden Fall auch Kunst studieren. Das Ziel wäre auf jeden Fall als frei arbeitende Künstlerin durchs Leben zu gehen.

Florence meint allerdings dass sie bis dahin noch etwas proaktiver werden muss. Sie erkennt ganz offen: “Ich bin etwas introvertiert. Ich mag lange Spaziergänge mehr als mich unter viele Leute zu mischen.” Diese wichtige Dualität macht den Erfolg eines Künstlers aus: Ansehnliche Kunst kann nur bekannt werden wann der Künstler oder die Künstlerin auf Menschen zugeht. Florence macht erste Schritte, und gibt zu dass es “ein gutes Gefühl ist ein Gemälde zu verkaufen.”

Wer sich mehr von Florence Giorgettis Bilder ansehen möchte, kann das auf ihrem Instagram-Profil auf www.instagram.com/26unicorn02/ tun. Dort kann man fast 200 ihrer Bilder betrachten.

About Bill Wirtz

My name is Bill, I'm from Luxembourg and I write about the virtues of a free society. I favour individual and economic freedom and I believe in the capabilities people can develop when they have to take their own responsibilities.

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