[ZOOM] Eine Fee die schauspielert

Dieser Artikel wurde für die luxemburgische Tageszeitung “Lëtzebuerger Journal” geschrieben. Die Rubrik “ZOOM” greift junge, alternative und unternehmerische Themen auf und bringt sie den Lesern näher. (Text in veränderter Form im Print)

Mit ihrem Namen hat diese junge Schauspielerin es besonders getroffen. Mareike Fee Ruhmann ist Deutsche, doch geboren und aufgewachsen ist sie in Luxemburg, wo sie die Walldorf-Schule besuchte. Dort brachte mat ihr die Liebe zum Theater bei, in dem sie sich von Anfang an pudelwohl fühlte. In ihrer ersten Aufführung, die der “drei Könige”, spielte sie einen König. “Im Theater habe ich meistens Männerrollen bevorzugt. Mir geht es unter anderem darum zu zeigen dass Frauen auch Männerrollen erfolgreich spielen können”, sagt die 23-jährige.

Nach der Schule in Luxemburg absolvierte Mareike drei Jahre in der “1st Filmacademy” in Wien. Ihre Eltern haben sie dabei immer unterstützt. Mareikes Mutter sagte damals: “Wenn du Schauspielerin werden willst, ich fahr dich bis zur Schauspielschule.” Seit ihrem Abschluss hat Mareike Ruhmann bei mehreren Projekten mitgemacht, darunter bei Aufführungen der “Vaginamonologen” von Eve Ensler, sowie bei zwei österreichischen Produktionen: “Der Spiegel” (2016) und “Loslassen” (2017). Gelernt hat sie bei diesen Filmen bereits viel: “Oft stellen Menschen sich vor es ginge beim Schauspielern nur darum den Text zu kennen, dabei muss man die Rolle leben!” Für die junge Schauspielerin muss man dafür seiner Rolle einen persönlichen Touch geben, und sich auch die Kompetenz aneignen improvisieren zu können.

Motiviert ist Mareika auf jeden Fall: “Mir geht es darum Erfahrungen zu sammeln. Es geht mir nicht darum die wichtigsten Rollen zu bekommen, auch wenn das aufregend wäre. Wenn ich am Set nur als Assistentin dabei sein kann um zu lernen, das alleine ist für mich schon Gold wert!” Von den Drehbuchautoren wünscht sie sich mehr Vielfalt bei den Geschlechtern in den Stories, darunter besonders anspruchsvollere Rollen für Frauen. Ihr persönlicher Lieblingsfilm sei “Cloud Atlas”, in dem unter anderem Tom Hanks, Halle Berry und Hugh Grant mitspielten. “In diesem Film spielen alle Schauspieler mehrere Charaktere: Ein Traum in diesem Beruf!”

Auf die Frage hin mit welchem Regisseur sie eines Tages arbeiten wollte antwortet sie prompt “Quentin Tarantino”. Im Hinblick auf ihre Hingabe zum Beruf ist dies auf jeden Fall nicht unwahrscheinlich: “Ich würde mir die Haare abrasieren für eine Rolle”, so Mareike. Als ihre Schwester empört reagiert antwortet sie: “Was denn? Die wachsen doch nach!”

In der luxemburgischen Filmszene hat Mareike bislang keinen Fuss gefasst. Man hätte sie abgelehnt weil sie ihren ersten Wohnsitz nicht hier hätte. “Obwohl ich immer noch hier gelebt habe und Luxemburgisch spreche wie alle anderen, glaubt man wohl ich wäre nicht authentisch luxemburgisch”, sagt sie schulterzuckend. Im Großherzogtum würde sie sich einen regelmäßigen Treffpunkt der Filmszene wünschen, damit es mehr Austausch zwischen Produzenten und jungen Schauspielern geben könnte.

Ende des Jahres wird Mareika bei einem von drei zusammenhängenden Kurzfilmen in Österreich die Hauptrolle spielen. Mehr Informationen über Mareikes Projekte gibt es auf ihrer Facebook Seite.

About Bill Wirtz

My name is Bill, I'm from Luxembourg and I write about the virtues of a free society. I favour individual and economic freedom and I believe in the capabilities people can develop when they have to take their own responsibilities.

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